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Welche Farbe für den Verlobungsring wählen?

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Noch vor wenigen Jahrzehnten war es ein simples Unterfangen, einen Verlobungsring zu kaufen. Fast alle Ringe die zur Auswahl standen, waren Solitär-Ringe: ein einzelner Diamant in einer Krappenfassung auf einem schlichten Ring aus Weißgold, Gelbgold oder Platin. Dieser Klassiker ist auch heute noch das mit Abstand beliebteste Modell, doch die Möglichkeiten sind weitaus vielfältiger geworden, die Auswahl so groß wie nie zu vor.

Welche Farbe soll der eigentliche Verlobungsring haben?

Die Basis für den Verlobungsring ist, egal ob mit oder ohne Steinbesatz, die Ringschiene. Sie bildet den Ring, der später an den Finger gesteckt wird. Verlobungsringe werden oft ein Leben lang täglich am Finger getragen. Neben der eigentlichen Farbe ist daher die Haltbarkeit des Materials ein wichtiger Aspekt. Holz, Stein oder das schwarze Karbon sind daher als Basis für einen Verlobungsring ungeeignet. Sie halten den normalen Belastungen des Alltags nur begrenzte Zeit Stand und lassen sich nicht reparieren.

Silber als Edelmetall eignet sich für einen sehr günstigen Verlobungsring, hat aber dafür einige Nachteile: Es verfärbt sich schnell und muss oft gereinigt werden. Im Gegensatz zu hochwertigeren Edelmetallen treten häufiger Allergien auf. Des Weiteren ist es anfällig für Kratzer und kann nicht per Lasergravur graviert werden.

Gold ist eine hervorragende Wahl für einen Verlobungsring, es steht in drei Farbtönen zur Verfügung: Als silbriges Weißgold, klassisches Gelbgold oder romantisches Rot- bzw. Roségold. Letzteres ist im Grunde Rotgold mit einem etwas zarteren Farbton, weshalb die Begriffe auch teilweise synonym verwendet werden.

Die Farbe von Gold entsteht durch die Vermischung von reinem Gelbgold mit anderen Metallen wie z.B. Palladium, Silber und Kupfer. Die fertige Mischung wird Legierung genannt. Theoretisch sind auch noch weitere Farben möglich, die sich für einen robusten Verlobungsring, an dem Sie lange Freunde haben, jedoch weniger gut eigenen. So ist Grüngold z.B. zu weich für einen Ring, weil Cadmium oder Kobalt zugesetzt werden muss. Blaugold neigt dazu, keine gleichmäßige Farbe zu haben und lässt sich nur sehr schlecht zu Schmuck verarbeiten.

Bei Goldlegierungen wird er Anteil an reinem Feingold, der bestimmt wie hochwertig das Weißgold, Gelbgold oder Rotgold ist, in Tausendstel oder Karat angegeben. 750er Gold (18 Karat) entspricht demnach 75% Feingold und 25% anderen Metallen. Im günstigen 333er Gold (8 Karat) ist nur ein Drittel Gold, zwei Drittel sind andere Metalle. Aus reinem 999er Gold (24 Karat) bestehen nur Anlageprodukte wie Goldbarren oder Münzen, für Schmuck ist es ohne zusätzliche Metalle zu weich und würde sich leicht verformen. Für den Verlobungsring empfiehlt sich 750er Gold, nur bei sehr engem Budget kann 585er Gold (12 Karat) eine Alternative sein.

Das beliebte Weißgold nimmt eine Sonderstellung ein, denn seine perfekte Farbe entsteht nicht wie bei Gelbgold oder Rot- bzw. Roségold ausschließlich durch das Edelmetall an sich, sondern durch einen zusätzlichen Überzug aus Rhodium. Ein rhodinierter Verlobungsring erfordert meist nach einigen Jahren eine Erneuerung dieser galvanischen Beschichtung, da durch Abrieb das leicht gelbliche, reine Weißgold zu Tage treten kann. Die Kosten und der Aufwand für eine neue Rhodinierung sind minimal.

Sie suchen ein besonders edles und hartes Material mit hellem, silberigem Glanz, das noch dazu hypoallergen ist und nur wenig Pflege bedarf? Dann ist Platin in Form von 950er Platin die ideale Wahl. Das Edelmetall findet in der Industrie in vielen Bereichen Anwendung und eignet sich hervorragend für Schmuckstücke, wie einen Verlobungsring, die alltäglich Belastungen ausgesetzt sind. Platin ist etwas teurer als Gold. Die Verarbeitung ist aufwendiger, da es im Herstellungsprozess leichter bricht als das weichere Gold, dafür erhalten Sie aber buchstäblich einen Ring für die Ewigkeit.

Welche Farben stehen für den Edelstein zur Verfügung?

Schmucksteine existieren in allen Farben des Regenbogens, von reinem, transparentem Weiß über Gelb, Rosa, Orange und Rot bis hin zu Grün, Blau und sogar Schwarz. Für Verlobungsringe besonders gut geeignet sind Mineralien, die zu den klassischen Edelsteinen zählen: Rubin, Saphir, Smaragd und Diamant. Sie sind unabhängig von Ihrer Farbe transparent und sorgen durch den Lichteinfall für einen schönen Glanz und das Funkeln, welches besonders farblose Diamanten zur beliebtesten Wahl für Verlobungsringe gemacht hat.

Ein weiterer Vorteil: Edelsteine sind extrem hart. Der Smaragd weist eine Härte von 8/10 auf der Skala nach Mohs auf. Saphir und Rubin liegen bei 9/10 und der Diamant markiert mit 10/10 das obere Ende und ist das härteste Mineral der Welt. Diese Härte lässt sich nicht 1:1 in Belastbarkeit übersetzen. Selbst Diamanten sind nicht unzerstörbar, dennoch ist die nach dem bekannten Mineralogen und Erfinder Friedrich Mohs benannte Mohshärte ein guter Indikator für die Alltagstauglichkeit eines Schmucksteins.

Mit einer Beschränkung auf die klassischen Edelsteine sind somit Rot (Rubin), Blau (Saphir), Grün (Smaragd) als Farben möglich. Der Diamant bildet eine Ausnahme, denn neben farblosen Diamanten gibt es auch natürliche, farbige Diamanten in allen nur denkbaren Farbtönen. Hier beschränkt nur das Budget die Auswahl. Farblose, gelbe, braune und schwarze Diamanten bewegen sich preislich im für Normalsterbliche bezahlbaren Bereich. Grüne, blaue, rosafarbene oder rote Diamanten sind extrem selten und damit entsprechend teuer.

Welche Verlobungsring Farben passen zu welchem Typ?

Entscheidend ist, dass der Verlobungsring Ihnen bzw. Ihrer Liebsten oder Ihrem Liebsten gefällt. Der Hauttyp oder die Haarfarbe sind dabei zweitrangig. Es gibt zwar Styling Leitfäden, die Menschen z.B. in den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter entsprechenden Typen einordnen, doch viel entscheidender ist Ihr eigener Geschmack.

Bewährt hat sich ein pragmatischer Ansatz: Da ein Verlobungsring meist täglich getragen wird, sollte er sich mit anderen Lieblingsschmuckstücken kombinieren lassen und zum eigenen Kleidungsstil passen. Somit gilt bei der Verlobungsring-Farbe im Zweifelsfall: Weniger ist mehr. Ein klassischer Solitär Verlobungsring aus Weißgold oder Gelbgold, alternativ aus dem besonders hochwertigen Platin, lässt sich wesentlich einfacher mit anderem Schmuck und zu jedem Outfit tragen als ein sehr extravaganter oder „bunter“ Ring mit mehreren Farben. Ebenfalls nicht ganz unwichtig für die Frage, welche Farbe der Verlobungsring haben soll, ist der spätere Ehering. Im deutschsprachigen Raum, mit Ausnahme der Schweiz, werden sowohl der Ehering, als auch der Verlobungsring, nach der Heirat traditionell am Ringfinger der rechten Hand getragen. Im besten Fall sollten sich die Ringe optisch ergänzen und harmonisch wirken.

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